Serge Kuenzler
14.04.2010

Baseballstadion Heerenschürli - a dream comes true

by Serge Kuenzler

Von einem richtigen Baseballfeld hatten die Gründerväter des Zürcher Baseballs vor dreissig Jahren geträumt, als sie in der Allmend Brunau auf der Anlage der Hammerwerfer die ersten Bälle ins Land schlugen. Drei Jahrzehnte und einige Spielergenerationen später ist der Traum Realität geworden. Die Zürcher Baseballteams werden ihre Spiele künftig auf dem Schwamendinger Heerenschürli auf einem regelkonformen Feld nach internationalen Standards austragen dürfen.

Harte Arbeit, Geduld, Beharrlichkeit, taktisches Geschick, Glück und das Packen der Chance im richtigen Moment. Die Entstehungsgeschichte des Feldes liest sich wie ein Baseballspiel. Bereits Anfang der 90-er Jahre kursierten erste konkrete Pläne für ein Feld mit internationalen Ausmassen auf dem Heerenschürli. Die Baseballszene im Kanton Zürich erlebte mit elf Vereinen und über Tausend Mitgliedern ihren Höhepunkt. Der Boom hielt jedoch nicht an. Die Pioniere der ersten Generation traten langsam ab. Dies bedeutete für viele kleinere Organisationen das Aus. Die Mitgliederzahlen sanken, es fehlte an Nachwuchs.

 

Im neuen Jahrtausend konnte der negative Trend der 90-er Jahre gestoppt werden. Die Stadtvereine legten ihre Differenzen bei Seite und machten für die gemeinsamen Ziele gemeinsame Sache. Sowohl der Baseball & Softball Verband der Stadt Zürich als auch derjenige des Kantons Zürich wurden reorganisiert, durch die geeinte Stimme wurden die Kontakte mit Dachverbänden, Ämtern und Behörden verbessert und nach und nach intensiviert. Der Verband machte seine Hausaufgaben, das Weiterverfolgen der Vision eines richtigen Baseballfeldes gehörte ebenso dazu.

 

Die Sportanlage Heerenschürli gehört zu den drei grössten Rasensportanlagen auf Stadtgebiet. Das Angebot an Spielfeldern entsprach jedoch den Bedürfnissen nicht mehr vollumfänglich. Der Trend im Breitensport hatte sich im Vergleich zu den 70-er Jahren eher weg von Tennis und Leichathletik und vermehrt hin zum Fussball verschoben.

 

Im Jahr 2002 gab das Amt für Hochbauten in Zusammenarbeit mit Grün Stadt Zürich aus diesem Grund eine Machbarkeitsstudie für eine Neugestaltung der Sportanlage in Auftrag. Diese enthielt neben einer Neustrukturierung der Gebäude und einer Neuordnung der Rasenplätze auch ein reguläres Baseballfeld. Eine einmalige Chance für den Baseballsport in Zürich.

 

Die Machbarkeitsstudie zeigte, dass eine optimierte Anordnung der Spielfelder möglich würde, falls die Tennisplätze und die Leichathletikbahn aufgehoben würden. So schrieb die Stadt Zürich 2004 einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren aus. Von den insgesamt zehn eingereichten Wettbewerbsprojekten empfahl das Preisgericht im März 2005 das Projekt „Immergrün“ von Topotek 1 Landschaftsarchitekten, Berlin und Dürig Architekten, Zürich zur Weiterbearbeitung.

 

Zumindest auf dem Papier war das neue Feld spruchreif. Es galt jedoch noch einige politische Hürden zu überspringen. Nicht weniger als drei Abstimmungen musste das Projekt überstehen. Nachdem sowohl der Zürcher Stadtrat als auch der Zürcher Gemeinderat dem Objektkredit zustimmten, kam die Vorlage letztlich vors Volk.

 

Am 25. November 2007 stimmte das Zürcher Stimmvolk dem Objektkredit von 49,96 Mio Franken zur Erneuerung der Sportanlage Heerenschürli mit einem Ja-Stimmen Anteil von 74,8% deutlich zu. Dies nicht zuletzt dank der Unterstützung des Abstimmungskomitees „Pro Breitensportanlage Heerenschürli“, dem namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Sport angehörten. Mit dem grünen Licht von Seiten des Souveräns konnte die Detailplanung vorangetrieben werden.

 

Am 5. Juli 2008 wurden im Beisein von Vertretern aus Politik und Sport die Bauarbeiten mit dem Spatenstich feierlich eröffnet. Standen in einer ersten Bauphase vor allem die Abbrucharbeiten im Zentrum, zeichnete sich im Herbst 2008 das neue Feld mit dem Aushub für das im Vergleich zur Umgebung tiefergelegte Spielfeld erstmals sichtbar ab. Und während die Stadtclubs ihre Heimspiele der Saison 2009 mangels eigenem Spielfeld im Exil austrugen, gingen im Heerenschürli die Bauarbeiten stetig voran. Dem Einbau der Bewässerungsanlage und der Drainage folgte das Verlegen der Armierungseisen für die Betonelemente der Spielfeldbegrenzung, der Dugouts und der Zuschauerplätze. Die sechs 24 Meter hohen Flutlichtmasten verwandelten das Feld alsdann in ein Stadion und mit dem Verlegen des Rollrasens und dem Einbringen des Sandes Ende Oktober wurde es einem so richtig bewusst, dass die Vision der Zürcher Baseballpioniere Wirklichkeit werden würde.

 

Rund 20 Jahre nach den ersten Entwürfen haben sich all die harte Arbeit, Geduld, Beharrlichkeit, ausbezahlt. Es ist ein Ballpark entstanden, der sich im europäischen Vergleich nicht zu verstecken braucht und der in der Baseballszene bald über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangen wird. Die Gründergeneration wird sich freuen, dass ihre Vision Realität wurde und die zukünftigen Baseball Generationen dürfen sich freuen über eine erstklassige Infrastruktur.

 

Jetzt fehlt nur noch „the crack of the bat“, dieser eigentümliche und unverwechselbare Klang, der entsteht, wenn das Schlagholz den Ball trifft. Ab dem 17. April im Neuen Heerenschürli.




Serge has been a member of the board for the last couple of years. He's responsible for media relations and has published articles in several newspapers on a regular basis. Since 2004, he's also in charge of the newly founded Softball team, and has been elected Vice President.
E-mail: serge[at]challengers.ch.



Comments:

Adrian Berger from Würenlingen wrote on 21.04.2010 14:44:09:
Hallo Challengers, Hallo Zürcher Team,
Super, dass nach langer Anstrengung der Traum endlich in Erfüllung gegangen ist.
Beste Grüsse eines Ehemaligen (Cocunuts 1985-1995, Nati 1990).
Adrian
DONATO RESTA from Shadow Hills, Los Angeles, Ca U.S wrote on 01.06.2010 08:22:09:
... hello all you Challengers out there. I'm also quite a bit proud on your efforts. and your right we really dreamed of those ballparks. Despite of the Swiss-Mentality and overall Sports-Attitude, i doubt that you really will succeed in your great Sport. One or to fields for a whole League with poor Federation Structures after 30 years; it's just a soso! Hope you will fire-up those "Ruebliacker"-Teams in your Wild-Country to follow your revolutionary success. And believe me, i know what i'm talking about. I'm the Co-Founder of your team, thirty years ago. Your Team-Name was my Creation.

All the best for your Team and The Fed.

Donato Resta, Shadow Hills, Ca U.S.
kim kardashian sex tape from quorjjiaERM wrote on 30.08.2010 20:02:52:
Best Wishes, kim kardashian sex tape, [url= http://cre.ations.net/creator/kimkardashiansextape ]kim kardashian sex tape[/url], 8-)),
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